Kunst & Kultur →
Ortsgespräche im Kreuzberg Museum
Das Kreuzberg Museum am Kottbusser Tor eröffnet heute, am 28. Januar ab 18 Uhr seine neue Daueraustellung. Zusätzlich zur ständigen Ausstellung “Geschichte wird gemacht! Protestbewegung und Stadtsanierung in Kreuzberg SO36″ ist damit ab morgen die Ausstellung “ortsgespräche” zu sehen, die die bisherige Repräsentation der Bezirksgeschichte erweitern und ergänzen wird.
In der Ausstellung „ortsgespräche“ kommen ganz unterschiedliche Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg zu Wort, auch jene, deren Stimmen oft überhört werden. Sie erzählen persönliche Geschichten von kleinen und großen Orten, ihrer Gegenwart und Vergangenheit: von den Auseinandersetzungen um den Görlitzer Park, dort, wo früher ein Bahnhof war; von der Oberbaum-City, wo das Narva-Werk bis in die 1990er Jahre Glühlampen produzierte; von der ersten eigenen Wohnung in Berlin, vom Lieblingscafé, von besetzten Häusern, politischen Treffpunkten und Orten, die Menschen ohne Aufenthaltsstatus verwehrt sind.
Frauke Miera und Lorraine Bluche haben die Ausstellung gemeinsam mit einem Beirat aus Fachleuten und engagierten Bewohnern kuratiert. Sechs Orte in Kreuzberg und ihre Geschichte werden in der zweiten Etage des Museums vorgestellt, in der dritten Etage kann der Besucher auf einem begehbaren Stadtplan per Audio-Guide persönliche Kiezgeschichten anhören. Das Ausstellungsteam hat sich in Kreuzberg auf die Suche nach Menschen und Geschichten begeben, die dem Bezirk sein alltäglich besonderes Gesicht verleihen. Wen sie dabei getroffen haben und welche bislang unbekannten Aspekte des Kreuzberger Lebens sie dabei aufgedeckt haben, davon darf man sich ab heute Abend überraschen lassen.
Ab 18 Uhr ist geöffnet, um 20 Uhr führt das Xberg-Tag-Team durch die Ausstellung. Danach kann bei Skarabäus, OrientalSka aus Kreuzberg und ab 22.30 Uhr bei DJ Zigan Aldi, Balkan-Beats-Orient-Latin-Mix getanzt werden.
Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 31. Dezember 2013. Weitere Informationen zur Ausstellung und zur Eröffnungsfeier sind auf den Seiten des Kreuzbergmuseums zu lesen.
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →
Revitalisierung durch den Metropol Parasol in Sevilla
Der Metropole Parasol in Sevilla ist wahrscheinlich unsteitbar eine beeindruckende architektonische Skulptur. Da sie bewusst an einem Ort errichtet wurde, der durch den Abriss einer alten Markthalle sich im urbanen Niedergang befand, hatte der Parasol weitaus mehr Bedeutung für das Stadtviertel, als eine reine schmückende Skulptur. Die Anziehungskraft der von Jürgen Mayer-Hermann entworfenen Architekturikone aus Holz konnte sowohl durch den Tourismus, als auch durch ein wiederkehrendes Interesse an dem Stadtteil eine lokale Revitalisierung bewirken. In diesem Video kommen alljene zu Wort, die davon profitiert haben.
Urbane Mobilität →
Chromaroma – Das ÖPNV-Ticket als urbanes Gesellschaftsspiel
In vielen Städten der Welt sind elektronische Fahrscheine im ÖPNV keine Neuheit mehr. Ob in Japan die SUICA-Card, in Hong Kong die Octopus-Karte oder in London die Oyster Card, zunehmend werden die Papierfahrscheine durch eTickets abgelöst. Auch in Deutschland gibt es eine Initiative des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen für ein einheitliches eTicket, das in einer wachsenden Anzahl an Verkehrsverbünden zum Einsatz kommt.
Während man in Japan oder Hong Kong das eTicket auch für bargeldlosen Einkauf oder für Dienstleistungen nutzen kann und in London immerhin alle Fahrscheinarten als Oyster Card verfügbar sind, werden in Deutschland nur zaghaft die Abokunden mit den neuen Plastikkarten ausgestattet. Der Nutzen ist damit begrenzt, da damit auch keine neuen, flexiblen Tarifformen mit der neuen Vertriebsform kombiniert werden.
Wenn also schon keinen innovativen Tarif, warum dann nicht ein bisschen Spaß in den ÖPNV bringen? Das haben sich wahrscheinlich auch die Macher von »Chromaroma« gedacht, die aus der Oyster Card in London ein ortsbasiertes, urbanes Gesellschaftsspiel gemacht haben.
Bei Chromaroma muss man sich mit den Nutzerdaten der Oyster Card (oder auch mit der Nutzerkarte des Barclay-Fahrradverleihsystems) einloggen und tritt dann einem von vier Teams bei (rot, gelb, grün oder blau). Man erhält Missionen oder ganze Kampagnen, die man durchspielen muss. Die Aufgaben bestehen im Wesentlichen darin, zu bestimmten Stationen zu fahren oder Routen abzufahren. Des Weiteren gibt es auch einen “Capture the Flag”-Modus, bei dem bestimmte Stationen von einem Team “besetzt” werden. Alle Aktionen erfolgen mit dem Check-In oder Check-Out eines Teammitglieds an einem Oyster-Terminal.
Sicherlich kommt bei einer solchen Anwendung die Frage nach Datenschutz und Bewegungsprofilen auf. Während dies in Deutschland als hohes, zu schützendes Gut gilt, ist man da sicherlich im angelsächsischen Raum etwas entspannter (oder naiver?). Doch in Zeiten von Facebook und Co. scheint Chromaroma auch kein Tabubruch mehr zu sein…
Video, Film & Fotografie →
Urbanes Skifahren
Wer braucht schon Indoor-Skihügel am Rande der Stadt? Ganz sicher nicht der kanadische Pro-Skifahrer JP Auclair. Seine Piste: Die Kleinstadt Trail in British Columbia bei Tauwetter. In diesem knapp 4-minütigen Ausschnitt seines Films “All.I.Can” geht es ohne Rücksicht auf das Material in atemberaubender Manier immer stadtabwärts. Oder fast immer, wie man am Ende sieht…
Viel Spaß!
urbanoINTERNATIONAL →
urbanoINTERNATIONAL #4: Social Media in Kenya
or: WOULD KENYANS USE SOCIAL MEDIA TO BRING CHANGE TO KENYA?
by Monicah Karangi
In the past the internet has seldom been used as a tool for rallying mass movements towards meeting an agenda. This is fast changing in Kenya. The purpose of this article is to show how the internet plus mobile phone technology has been used as a vital tool in moving both positive and negative agendas in Kenya.
With the recent growth in access to affordable mobile phone access, access to internet and other forms of social networks, the range for the coverage of social networks has greatly increased. In 2010, in a population of 40 million Kenyans, there are over 22 million mobile subscribers, with a mobile subscription growth of 9.5%. 8.69 million internet users and at over 22% of the population with the numbers expected to rise due to the fibre optic cable establishment. Over 98% of web access in Kenya is through mobile phones. The number of internet/data subscriptions is 3.2 million per year. In 2010, 6.63 billion minutes of local calls were made on the mobile networks and 740 million text messages were sent. The coverage of radio and newspapers is countrywide. These statistics clearly indicate the broad coverage of the internet and mobile phone in the country.


